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Commissioning, Probebetrieb und Übergabe

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Commissioning, Probebetrieb und Übergabe bei Krankenhausbau und Umbau

Inbetriebnahme, Probebetrieb und Übergabe von Krankenhäusern

Die Inbetriebnahme, der Probebetrieb und die Übergabe sind zentrale Phasen bei Krankenhausbau- und Entwicklungsprojekten. Sie stellen sicher, dass Gebäudetechnik, klinische Unterstützungsinfrastruktur, medizinische Systeme und betriebliche Abläufe vor der vollständigen Nutzung sicher, funktionsfähig, regelkonform und für den Krankenhausbetrieb geeignet sind.

Commissioning und Übergabe im Klinikbetrieb

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist ein systematischer Prozess zur Prüfung, Verifizierung und Dokumentation aller technischen Anlagen, Gebäudeausstattungen und relevanten Schnittstellen. Ziel ist es, nachzuweisen, dass die installierten Systeme den Planungsanforderungen, betrieblichen Anforderungen und geltenden Sicherheits- und Qualitätsvorgaben entsprechen.

Prüfung und Validierung von Gebäudesystemen: Zweck der Systemprüfung

Die Systemprüfung dient dazu, die technische und betriebliche Einsatzfähigkeit des Krankenhauses vor der Nutzung nachzuweisen. Dabei wird geprüft, ob alle Anlagen korrekt installiert, sicher betreibbar und gemäß den genehmigten Spezifikationen funktionsfähig sind.

Wesentliche Ziele sind:

  • Bestätigung, dass installierte Systeme den Planungs- und Leistungsanforderungen entsprechen.

  • Nachweis eines sicheren und zuverlässigen Betriebs vor der Belegung.

  • Frühzeitige Erkennung von Installationsfehlern, Leistungsabweichungen oder fehlenden Funktionen.

  • Sicherstellung, dass kritische Krankenhausbereiche ohne Gefährdung für Patienten, Personal und Besucher genutzt werden können.

Gebäudesysteme, die in die Inbetriebnahme einzubeziehen sind

Systemkategorie

Typische Komponenten

HLK-Anlagen

Lüftungsanlagen, Kälteanlagen, Heizsysteme, Druckregelung in sensiblen Räumen

Elektrische Anlagen

Haupt- und Unterverteilungen, Notstromaggregate, USV-Anlagen, Beleuchtung

Medizinische Gasanlagen

Sauerstoff, Vakuum, Druckluft, Gasüberwachung und Alarmierung

Sanitär- und Entwässerungssysteme

Trinkwasserversorgung, Warmwasser, Abwasser, Entwässerung

Brandschutzsysteme

Brandmeldeanlagen, Sprinkleranlagen, Rauchabzug, Brandschutzsteuerungen

Gebäudeautomation

Überwachung, Regelung, Steuerung und technische Alarmierung

Sicherheitssysteme

Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Notruf- und Kommunikationssysteme

Vertikale Erschließung

Aufzüge, Bettenaufzüge, Lastenaufzüge und Serviceaufzüge

Validierungsmaßnahmen

Die Validierung muss nachvollziehbar geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Dazu gehören insbesondere:

  • Werksabnahmen, sofern Anlagen oder Komponenten vor Lieferung geprüft werden müssen.

  • Baustellenabnahmen nach Installation.

  • Funktionsprüfungen unter realistischen Betriebsbedingungen.

  • Einregulierung, Messung und Kalibrierung technischer Systeme.

  • Sicherheitsprüfungen für kritische und versorgungsrelevante Anlagen.

  • Dokumentation von Prüfergebnissen, Abweichungen und Korrekturmaßnahmen.

Verifizierung der funktionalen Leistung:

Die funktionale Leistungsverifizierung weist nach, dass Systeme nicht nur einzeln funktionieren, sondern unter tatsächlichen Betriebsbedingungen die Anforderungen des Krankenhausbetriebs erfüllen. Dies betrifft besonders Bereiche, in denen technische Systeme direkten Einfluss auf Patientensicherheit, Infektionsschutz und Versorgungsstabilität haben.

Umfang der Verifizierung - Zu prüfen sind:

  • Übereinstimmung mit der Planungsabsicht und den genehmigten Anforderungen.

  • Leistung unter normalen Betriebsbedingungen.

  • Verhalten bei hoher Auslastung oder Spitzenbedarf.

  • Reaktion bei Störungen, Ausfällen und Notfallsituationen.

  • Funktion von Redundanzen, Ersatzversorgung und Backup-Systemen.

Besonderes Augenmerk ist auf klinisch sensible Bereiche und kritische Versorgungssysteme zu legen. Dazu gehören:

  • Druckverhältnisse in Isolierzimmern und Bereichen mit erhöhten Hygieneanforderungen.

  • Raumluftqualität, Temperatur, Feuchte und Luftwechsel in Operationsbereichen.

  • Stabilität des Drucks und der Versorgung medizinischer Gase.

  • Umschaltung auf Notstromversorgung bei Stromausfall.

  • Funktion von Alarm-, Kommunikations- und Notfallsystemen.

  • Vermeidung von Betriebsunterbrechungen in patientenkritischen Bereichen.

Integration technischer Systeme:

Krankenhäuser funktionieren als vernetzte technische Umgebung. Die Integration technischer Systeme stellt sicher, dass einzelne Anlagen nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Zusammenspiel zuverlässig reagieren. Dies ist besonders wichtig bei Brandereignissen, Energieausfällen, Infektionsschutzanforderungen und Sicherheitsvorfällen.

Bereiche der Integrationstests

Integrierte Funktion

Beteiligte Systeme

Brandfallsteuerung

Brandmeldeanlage, Lüftung, Aufzüge, Zutrittskontrolle, Rauchschutz

Reaktion bei Stromausfall

Netzversorgung, Notstromaggregate, USV, Gebäudeautomation

Infektionsschutz

Lüftung, Drucküberwachung, Raumalarme, Gebäudeautomation

Sicherheitsbetrieb

Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Kommunikation, Alarmmanagement

Klinische Versorgungsunterstützung

Medizinische Gase, Stromversorgung, Überwachungssysteme

Wichtige Maßnahmen - Bei der technischen Integration sind insbesondere folgende Prüfungen durchzuführen:

  • Schnittstellenprüfung zwischen unterschiedlichen Gewerken.

  • Verifizierung automatischer Steuerungsabläufe.

  • Prüfung von Alarmweiterleitungen und Eskalationswegen.

  • Validierung der Kommunikation zwischen Gebäudeautomation, Sicherheitssystemen und kritischer Infrastruktur.

  • Nachweis, dass definierte Notfallszenarien technisch korrekt ausgeführt werden.

Regulatorische Verifizierung

Die Inbetriebnahme muss bestätigen, dass das Krankenhaus die relevanten gesetzlichen, technischen und betrieblichen Anforderungen erfüllt. Facility Management hat dabei sicherzustellen, dass Nachweise vollständig vorliegen und für den späteren Betrieb verfügbar sind.

Zu prüfen sind insbesondere Anforderungen aus folgenden Bereichen:

  • Vorschriften für Gesundheitseinrichtungen.

  • Bauordnungsrechtliche Anforderungen.

  • Brandschutzanforderungen.

  • Arbeits- und Gesundheitsschutz.

  • Anforderungen an medizinische Gasanlagen.

  • Elektrische Sicherheit und Notstromversorgung.

  • Hygiene-, Umwelt- und Wasserqualitätsanforderungen.

Konformitätsdokumentation

Dokumentationsart

Zweck

Prüfbescheinigungen

Nachweis abgeschlossener technischer Prüfungen

Inspektionsberichte

Dokumentation behördlicher und fachlicher Prüfungen

Kalibrierungsnachweise

Bestätigung der Messgenauigkeit von Geräten und Sensoren

Inbetriebnahmeberichte

Zusammenfassung der Systemleistung und Prüfergebnisse

Konformitätsnachweise

Grundlage für Nutzung, Betrieb und behördliche Freigaben

Probebetrieb

Der Probebetrieb überprüft die betriebliche Einsatzfähigkeit des Krankenhauses vor dem regulären Betrieb. Dabei werden nicht nur technische Systeme getestet, sondern auch Arbeitsabläufe, Personalvorbereitung, klinische Prozesse und Unterstützungsleistungen unter realitätsnahen Bedingungen bewertet.

Prüfung der Betriebsbereitschaft:

Die Prüfung der Betriebsbereitschaft soll feststellen, ob das Krankenhaus in der Lage ist, sichere und wirksame Patientenversorgung zu unterstützen. Sie verbindet technische Funktionalität mit organisatorischer und personeller Bereitschaft.

Bewertungsbereiche

Bereich

Bewertungsschwerpunkt

Klinische Dienste

Einsatzfähigkeit von Behandlungs-, Pflege- und Diagnostikbereichen

Unterstützungsdienste

Reinigung, Logistik, Wartung, Materialversorgung

Notfallbetrieb

Alarmierung, Reaktion, Zuständigkeiten und Koordination

Technische Infrastruktur

Zuverlässigkeit kritischer Anlagen und Versorgungen

Patientenservices

Aufnahme, Orientierung, Transport, Entlassung

Betriebliche Simulationen - Geeignete Simulationen umfassen:

  • Durchlauf von Patientenwegen von Aufnahme bis Entlassung.

  • Notfallübungen mit klinischen und technischen Beteiligten.

  • Szenarien für Ausfall von Strom, Wasser, Lüftung oder medizinischen Gasen.

  • Übungen zur Katastrophen- und Evakuierungsbereitschaft.

  • Funktionstests klinischer Geräte im vorgesehenen Arbeitsumfeld.

Schulung und Einweisung des Personals:

Alle Nutzergruppen müssen die neuen Räume, technischen Systeme, Sicherheitsanforderungen und betrieblichen Abläufe verstehen. Schulungen sind so durchzuführen, dass Personal seine Aufgaben sicher, effizient und regelkonform ausführen kann.

Schulungsumfang

Personnel Group

Training and Familiarization Areas

Clinical Staff

•Orientation in departments, treatment rooms, and support areas.

• Operation of fixed and mobile medical equipment.

• Emergency procedures, alarm routes, and evacuation processes.

• Infection prevention, hygiene practices, and area access requirements.

• Use of technical interfaces such as nurse call systems, medical gases, and emergency power outlets.

Facility Management Staff

• Operation of HVAC, electrical, plumbing, fire protection, and building automation systems.

• Maintenance and inspection procedures.

• Use of control rooms, monitoring systems, and alarm management platforms.

• Response to technical faults, system failures, and emergencies.

• Documentation of maintenance activities, faults, and corrective actions.

Support Service Personnel

• Cleaning procedures for clinical and non-clinical areas.

• Waste management, including medical, hazardous, and infectious waste handling.

• Logistics routes for materials, catering, linen, and equipment transportation.

• Occupational safety requirements and controlled access procedures.

• Use of elevators, service routes, and designated transfer zones.

Überprüfung der Schulung - Die Wirksamkeit der Schulung ist nachzuweisen durch:

  • Kompetenzbewertungen.

  • Praktische Bediennachweise.

  • Teilnahmebestätigungen und Schulungsprotokolle.

  • Übungen zu Notfall- und Störungsszenarien.

  • Validierung der sicheren Nutzung von Geräten und Räumen.

Validierung von Arbeitsabläufen:

Die Workflow-Validierung stellt sicher, dass geplante Prozesse in der fertiggestellten Einrichtung praktisch funktionieren. Ziel ist es, Engpässe, Sicherheitsrisiken und unnötige Wege vor dem regulären Betrieb zu erkennen.

Workflow-Bereiche

Workflow-Kategorie

Validierungsschwerpunkt

Patientenfluss

Aufnahme, Diagnostik, Behandlung, Verlegung und Entlassung

Personalbewegung

Wegeführung, Erreichbarkeit und Arbeitsabläufe klinischer und nichtklinischer Teams

Materialfluss

Versorgung mit Verbrauchsmaterial, Medikamenten, Geräten und Sterilgütern

Abfallfluss

Sammlung, Trennung, Transport und Entsorgung

Notfallreaktion

Alarmierung, Einsatzführung, Evakuierung und technische Unterstützung

Die Bewertung muss folgende Punkte berücksichtigen:

  • Effizienz der Abläufe.

  • Patientensicherheit und Schutz der Privatsphäre.

  • Erreichbarkeit für Personal und schnelle Reaktionsfähigkeit.

  • Trennung sauberer und unreiner Wege.

  • Koordination zwischen klinischen, technischen und unterstützenden Bereichen.

  • Einhaltung betrieblicher und klinischer Anforderungen.

Mängelmanagementprozess

Ein strukturiertes Mängelmanagement ist erforderlich, um technische, bauliche und betriebliche Abweichungen vor der Übergabe zu erfassen, zu priorisieren und zu schließen.

Mängel können sich ergeben aus:

  • Technischen Systemfehlern oder unvollständigen Funktionen.

  • Fehlfunktionen von Geräten oder Schnittstellen.

  • Unpraktischen oder unsicheren Arbeitsabläufen.

  • Fehlender, unvollständiger oder falscher Dokumentation.

  • Sicherheits-, Hygiene- oder Zugänglichkeitsproblemen.

Klassifizierung

Mängelstufe

Beschreibung

Kritisch

Verhindert sichere Nutzung, Betrieb oder Belegung

Wesentlich

Beeinträchtigt Funktionalität, Sicherheit oder Betriebsqualität erheblich

Geringfügig

Hat begrenzte betriebliche Auswirkung

Kosmetisch

Betrifft Erscheinungsbild ohne funktionale Einschränkung

Die Behebung muss kontrolliert und dokumentiert erfolgen. Dazu gehören:

  • Korrekturmaßnahmen durch zuständige Auftragnehmer oder Lieferanten.

  • Nachprüfung betroffener Systeme und Bereiche.

  • Funktionsnachweis nach Abschluss der Korrektur.

  • Aktualisierung der Mängelliste.

  • Formale Schließung mit Datum, Verantwortlichem und Nachweis.

Übergabeprozess

Der Übergabeprozess überträgt die Verantwortung für Gebäude, Anlagen, Systeme, Dokumentation und betriebliche Informationen vom Projektteam an den Betreiber und das Facility Management. Eine strukturierte Übergabe verhindert Informationsverluste und schafft die Grundlage für einen sicheren und nachhaltigen Betrieb.

Übergabe von Dokumentation und Nachweisen

Die Dokumentation muss dem Betreiber ermöglichen, die Einrichtung sicher zu betreiben, zu warten, zu prüfen und langfristig zu verwalten. Sie ist außerdem Grundlage für Audits, Inspektionen, Gewährleistungsmanagement und Lebenszyklusplanung.

Erforderliche Dokumentation

Dokumentationskategorie

Inhalt

Bestandspläne

Tatsächlich ausgeführte Leitungsführungen, Anlagenstandorte und Raumkonfigurationen

Betriebsanleitungen

Bedienung, Steuerung und Überwachung technischer Systeme

Wartungsanleitungen

Präventive Wartung, Inspektionen, Prüfintervalle und Ersatzteile

Inbetriebnahmeberichte

Prüfprotokolle, Leistungsnachweise und Abweichungsberichte

Konformitätsnachweise

Freigaben, Zertifikate und behördliche Nachweise

Schulungsnachweise

Nachweis über Einweisungen und abgeschlossene Schulungen

Vor Annahme der Dokumentation ist zu prüfen:

  • Vollständigkeit aller geforderten Unterlagen.

  • Übereinstimmung mit dem tatsächlich installierten Zustand.

  • Lesbarkeit, eindeutige Kennzeichnung und Versionsstand.

  • Zugänglichkeit für Betrieb, Wartung und Notfallmanagement.

  • Integration in digitale Dokumenten- oder CAFM-Systeme.

Gebäudeanlagen - Zu übergeben sind unter anderem:

  • Mechanische Anlagen wie Lüftung, Heizung, Kühlung und Pumpensysteme.

  • Elektrische Infrastruktur einschließlich Hauptversorgung, Notstrom und USV.

  • Sanitär-, Wasser- und Entwässerungssysteme.

  • Brandschutzanlagen und sicherheitsrelevante Steuerungen.

  • Gebäudeautomations- und Überwachungssysteme.

Klinische und unterstützende Ausstattung - Die Übergabe umfasst außerdem:

  • Schnittstellen zu medizinischen Geräten.

  • Fest installierte klinische Infrastruktur.

  • Ausrüstung für Reinigung, Logistik, Sterilgutversorgung und Entsorgung.

  • Betriebsrelevante Möblierung und technische Raumausstattung.

Übergabe von Anlageninformationen

Anlageninformation

Zweck

Anlagenverzeichnisse

Vollständige Inventarisierung und Standortzuordnung

Technische Spezifikationen

Referenz für Betrieb, Wartung und Ersatzbeschaffung

Seriennummern

Identifikation, Rückverfolgung und Gewährleistungsmanagement

Wartungsanforderungen

Grundlage für präventive Instandhaltung

Austausch- und Lebenszyklusinformationen

Planung von Erneuerung, Budget und Ersatzteilen

Vorbereitung der Wartung

Das Facility Management muss vor der Betriebsaufnahme alle Informationen erhalten, die für eine sichere und planbare Instandhaltung erforderlich sind. Dazu gehören:

  • Präventive Wartungspläne.

  • Empfohlene Serviceintervalle.

  • Anforderungen an Ersatz- und Verschleißteile.

  • Kontaktdaten von Herstellern, Lieferanten und Servicepartnern.

  • Wartungsanweisungen, Prüfschritte und Sicherheitsmaßnahmen.

  • Anforderungen an gesetzliche oder fachliche Wiederholungsprüfungen.

Gewährleistungsmanagement

Gewährleistungselement

Erforderliche Information

Gewährleistungsumfang

Welche Leistungen, Anlagen oder Teile abgedeckt sind

Gewährleistungszeitraum

Beginn, Ende und Bedingungen der Frist

Serviceanbieter

Zuständige Organisationen und Ansprechpartner

Meldeverfahren

Vorgehensweise für Mängel- und Schadensmeldungen

Ausschlüsse

Einschränkungen, nicht abgedeckte Schäden oder Bedingungen

Unterstützung nach der Übergabe - Nach der Übergabe muss die Unterstützung eindeutig geregelt sein. Dazu zählen:

  • Management der Mängelhaftungsfrist.

  • Vereinbarte Unterstützung durch Auftragnehmer und Lieferanten.

  • Reaktionszeiten für Störungen und Servicefälle.

  • Verfolgung offener Gewährleistungsansprüche.

  • Regelmäßige Abstimmung zwischen Betrieb, Projektteam und Dienstleistern.

Abnahmekriterien

Eine formale Abnahme darf erst erfolgen, wenn die wesentlichen Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb erfüllt sind. Dazu gehören:

  • Abschluss der Inbetriebnahmeaktivitäten.

  • Erfolgreiche Ergebnisse des Probebetriebs.

  • Behebung aller kritischen Mängel.

  • Vollständige und geprüfte Betriebsdokumentation.

  • Vorliegen erforderlicher behördlicher und interner Freigaben.

  • Bestätigung, dass betriebliche und klinische Anforderungen erfüllt sind.

Freigabeprozess

Beteiligter

Verantwortung

Projektteam

Bestätigung der Projektfertigstellung und Übergabereife

Auftragnehmer

Nachweis der vollständigen und vertragsgemäßen Leistung

Facility Management

Betriebliche Annahme von Anlagen, Dokumentation und Prozessen

Klinische Vertreter

Funktionale Annahme aus Sicht der Nutzer und Patientenversorgung

Krankenhausleitung

Endgültige Freigabe für Nutzung und Betrieb

Zu den finalen Übergabeunterlagen gehören:

  • Übergabezertifikate.

  • Fertigstellungs- und Abschlussberichte.

  • Register offener Punkte mit Verantwortlichkeiten und Fristen.

  • Anlagen- und Asset-Transferunterlagen.

  • Nachweise über Abnahmen, Prüfungen und Freigaben.

Ziele des betrieblichen Übergangs

Der Übergang in den Regelbetrieb soll sicherstellen, dass das Krankenhaus nach Belegung und Projektabschluss ohne Unterbrechung, sicher und kontrolliert betrieben werden kann. Facility Management übernimmt hierbei die dauerhafte Verantwortung für technische Leistung, Verfügbarkeit, Wartung und Nutzerunterstützung.

Übergangsaktivitäten

  • Übertragung der operativen Verantwortung an Facility-Management-Teams.

  • Aktivierung präventiver Wartungsprogramme.

  • Einrichtung von Leistungsüberwachung und Störungsmanagement.

  • Integration der neuen Anlagen in den laufenden Betrieb.

  • Fortführung des Mängel- und Gewährleistungsmanagements.

  • Abstimmung mit klinischen Bereichen zu Betriebszeiten, Zugang und Serviceanforderungen.

Frühe Betriebsüberwachung

Überwachungsbereich

Schwerpunkt

Gebäudesysteme

Leistung, Stabilität, Verfügbarkeit und Störungsverhalten

Klinische Unterstützungsinfrastruktur

Kontinuität kritischer Versorgungsleistungen

Wartungsaktivitäten

Umsetzung geplanter Wartung und Inspektionen

Nutzerfeedback

Erkennen von Verbesserungsbedarf im Alltag

Mängelverfolgung

Schließung offener Punkte und Nachweis der Behebung

Nach Beginn des Regelbetriebs sollte eine strukturierte Nachbetrachtung erfolgen. Diese umfasst:

  • Bewertung der Leistung gegenüber den Planungszielen.

  • Rückmeldungen von klinischen, technischen und unterstützenden Nutzergruppen.

  • Prüfung der Effizienz von Betriebs- und Wartungsabläufen.

  • Dokumentation gewonnener Erfahrungen.

  • Festlegung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung.