Interimslösungen, Ausweichflächen und Umzugslogik
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Interimslösungen, Ausweichflächen und Verlagerungslogik für Krankenhäuser und Kliniken
Krankenhäuser und Kliniken müssen Bau-, Sanierungs-, Erweiterungs- oder Infrastrukturmaßnahmen häufig bei laufendem Betrieb umsetzen. Das Facility Management stellt dabei sicher, dass Patientenversorgung, Sicherheit, Hygiene, Erreichbarkeit und betriebliche Abläufe auch während temporärer Veränderungen stabil bleiben.
Interimslösungen und Ausweichflächenplanung
- Temporäre Betriebslösungen
- Temporäre klinische und unterstützende Einrichtungen
- Planung von Ausweichflächen
- Kapazitäts- und Flächenplanung:
- Verlagerungsmanagement
- Bewegungsplanung:
Rolle temporärer Betriebslösungen
Temporäre Betriebslösungen dienen dazu, klinische und unterstützende Funktionen während baulicher oder organisatorischer Veränderungen aufrechtzuerhalten. Sie müssen so geplant werden, dass sie den tatsächlichen Betriebsanforderungen entsprechen und keine vermeidbaren Risiken für Patienten, Mitarbeitende oder Besucher entstehen.
Zu den zentralen Aufgaben gehören:
Sicherstellung einer möglichst unterbrechungsfreien Gesundheitsversorgung während Bau- oder Umbaumaßnahmen.
Schutz der Patientensicherheit durch klare Wegeführung, geeignete Räume und kontrollierte Betriebsbedingungen.
Reduzierung von Störungen in klinischen, administrativen und logistischen Abläufen.
Aufrechterhaltung kritischer Versorgungs-, Diagnose-, Behandlungs- und Supportfunktionen.
Einhaltung relevanter Anforderungen an Hygiene, Arbeitsschutz, Brandschutz, Datenschutz und technische Sicherheit.
Wichtige Planungsgrundsätze
| Grundsatz | Zweck |
|---|---|
| Kontinuität der Versorgung | Medizinische Leistungen müssen auch während temporärer Veränderungen zuverlässig verfügbar bleiben. |
| Patientensicherheit | Risiken durch provisorische Räume, geänderte Wege oder technische Anpassungen müssen frühzeitig erkannt und reduziert werden. |
| Betriebliche Effizienz | Arbeitsabläufe sollen so angepasst werden, dass unnötige Umwege, Wartezeiten und Doppelarbeiten vermieden werden. |
| Regelkonformität | Temporäre Lösungen müssen geltende Anforderungen des Gesundheitswesens, des Brandschutzes, der Hygiene und des Arbeitsschutzes erfüllen. |
| Flexibilität | Lösungen müssen an geänderte Bauabläufe, Betriebsanforderungen oder Notfallsituationen angepasst werden können. |
Temporäre klinische Einrichtungen
Temporäre klinische Bereiche müssen zweckmäßig, sicher und hygienisch nutzbar sein. Sie dürfen nicht nur als Ersatzfläche betrachtet werden, sondern müssen die erforderlichen medizinischen Prozesse tatsächlich ermöglichen.
Typische temporäre klinische Einrichtungen sind:
Sprech-, Beratungs- und Untersuchungsräume.
Ambulante Behandlungsbereiche.
Diagnose-, Test- und Probenentnahmebereiche.
Temporäre Unterbringungsbereiche für stationäre Patienten.
Unterstützende Bereiche für Notfallversorgung und Ersteinschätzung.
Bei der Planung ist zu prüfen, ob die Räume ausreichend Privatsphäre, Hygienezonen, technische Anschlüsse, Barrierefreiheit und sichere Patientenwege bieten.
Temporäre unterstützende Einrichtungen
Unterstützende Funktionen sind für den stabilen Klinikbetrieb ebenso wichtig wie klinische Räume. Werden sie nicht ausreichend berücksichtigt, entstehen Engpässe bei Dokumentation, Materialversorgung, Personalorganisation oder Patientenaufnahme.
Typische temporäre Supportbereiche sind:
Verwaltungsbüros und Leitstellenfunktionen.
Arbeitsplätze und Pausenbereiche für Mitarbeitende.
Lager-, Verteil- und Logistikflächen.
Temporäre Unterstützung für Apotheke, Labor oder Probenlogistik.
Aufnahme-, Empfangs- und Registrierungsbereiche.
Diese Flächen müssen so angeordnet werden, dass sie die klinischen Prozesse unterstützen und nicht zu zusätzlichen Belastungen für Personal oder Patienten führen.
Anforderungen an die Einrichtung
| Anforderung | Zu berücksichtigen |
|---|---|
| Zugänglichkeit | Sichere und verständliche Wege für Patienten, Besucher, Mitarbeitende, Rettungsdienste und Lieferanten. |
| Versorgungstechnik | Strom, Wasser, Abwasser, medizinische Gase, IT, Kommunikation und Notstromversorgung nach Bedarf. |
| Infektionsschutz | Reinigbarkeit, Trennung von reinen und unreinen Bereichen, Abfallführung und kontrollierte Lüftung. |
| Sicherheit | Brandschutz, Fluchtwege, Notfallzugänge, Zutrittskontrolle und sichere Nutzung medizinischer Geräte. |
| Funktionalität | Eignung der Fläche für die geplanten Leistungen, einschließlich Möblierung, Geräteaufstellung und Arbeitsabläufen. |
Temporäre Infrastruktur und Serviceunterstützung: Kontinuität wesentlicher Versorgungsleistungen
Die technische Infrastruktur ist entscheidend für die sichere Nutzung temporärer Bereiche. Jede temporäre Lösung muss vor Inbetriebnahme technisch bewertet und freigegeben werden.
Besonders wichtig sind:
Elektrische Versorgung einschließlich ausreichender Lastreserven und Notstromanbindung.
Wasserversorgung, Abwasserführung und sanitäre Einrichtungen.
Medizinische Gase, sofern für die jeweilige Nutzung erforderlich.
Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Raumluftqualität.
Informations- und Kommunikationstechnik für Patientenmanagement, Dokumentation, Telefonie und Alarmierung.
Das Facility Management muss sicherstellen, dass provisorische Anschlüsse dokumentiert, gekennzeichnet, gewartet und in Notfallpläne eingebunden werden.
Damit temporäre Bereiche zuverlässig funktionieren, müssen begleitende Serviceprozesse angepasst werden. Dazu gehören:
Einrichtung temporärer Medien- und Versorgungsanschlüsse.
Anpassung von Wartungs-, Reinigungs- und Entsorgungsplänen.
Sicherstellung von Notfallreaktion, technischer Rufbereitschaft und Störungsmanagement.
Überwachung von Temperatur, Luftqualität, Hygienezustand und Betriebsbereitschaft.
Klare Zuständigkeiten für technische, klinische und organisatorische Fragen.
Zweck und Planungsansatz: Ziele
Die Planung von Ausweichflächen stellt sicher, dass betroffene Abteilungen während Bau- oder Sanierungsmaßnahmen arbeitsfähig bleiben. Ziel ist nicht nur die Bereitstellung von Fläche, sondern die Sicherung funktionsfähiger Prozesse.
Wesentliche Ziele sind:
Identifikation geeigneter Ersatzflächen für betroffene Abteilungen und Funktionen.
Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistungsfähigkeit während der Projektdurchführung.
Unterstützung effizienter Patienten-, Personal-, Material- und Informationsflüsse.
Erhalt von Servicequalität, Erreichbarkeit und Sicherheit.
Vermeidung ungeplanter Betriebsunterbrechungen durch frühzeitige Abstimmung.
Planungsprozess
Ein strukturierter Planungsprozess reduziert Fehlentscheidungen und erleichtert die Abstimmung zwischen Betrieb, Projektteam und Facility Management.
Betroffene Leistungen, Räume und Funktionen erfassen.
Fachliche, technische und organisatorische Anforderungen bewerten.
Verfügbare Ausweichflächen identifizieren und vorprüfen.
Machbarkeit der Verlagerung hinsichtlich Betrieb, Infrastruktur und Sicherheit beurteilen.
Belegungs-, Nutzungs- und Betriebspläne für die Übergangsphase erstellen.
Bewertung von Ausweichflächen: Bewertungskriterien
| Bewertungsbereich | Wichtige Aspekte |
|---|---|
| Lage | Nähe zu verbundenen klinischen und unterstützenden Diensten, kurze Wege und sinnvolle Anbindung. |
| Kapazität | Ausreichende Fläche für Patienten, Personal, Geräte, Lagerung und Wartebereiche. |
| Zugänglichkeit | Barrierefreie Erreichbarkeit, Besucherführung, Rettungswege und Anlieferungsmöglichkeiten. |
| Infrastruktur | Verfügbarkeit von Strom, Wasser, IT, Lüftung, medizinischen Gasen und Kommunikationssystemen. |
| Sicherheitskonformität | Einhaltung von Anforderungen an Brandschutz, Hygiene, Arbeitsschutz, Datenschutz und Patientensicherheit. |
Funktionale Kompatibilität
Eine Fläche ist nur dann geeignet, wenn sie die tatsächliche Funktion der betroffenen Einheit unterstützt. Die räumliche Nähe allein reicht nicht aus.
Zu prüfen sind insbesondere:
Anforderungen an klinische Arbeitsabläufe und Behandlungsprozesse.
Möglichkeit zur sicheren Aufstellung und Nutzung medizinischer Geräte.
Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende, einschließlich Dokumentation, Kommunikation und Pausenregelung.
Patientenfluss, Wartebereiche, Diskretion und Orientierung.
Abhängigkeiten zu Diagnostik, Labor, Apotheke, Sterilgutversorgung, Transport und Reinigung.
Kapazitätsbewertung
Die Kapazitätsplanung muss auf realen Betriebsdaten und erwarteten Belastungen basieren. Eine zu geringe Kapazität führt zu Wartezeiten, Überlastung und Sicherheitsrisiken.
Zu berücksichtigen sind:
Aktuelle Patientenzahlen und Fallaufkommen.
Erwartete Nachfrage während der Bau- oder Übergangsphase.
Personalbedarf je Schicht und Funktionsbereich.
Bedarf an Geräten, Verbrauchsmaterialien und Lagerflächen.
Spitzenzeiten, Notfallaufkommen und saisonale Schwankungen.
Aspekte der Flächenzuweisung
| Flächenelement | Planungsschwerpunkt |
|---|---|
| Klinische Bereiche | Ausreichende Kapazität für Untersuchung, Behandlung, Beratung und Überwachung. |
| Supportbereiche | Räume für Verwaltung, Dokumentation, Personalsteuerung und betriebliche Unterstützung. |
| Lagerflächen | Sichere Lagerung von Verbrauchsmaterial, Geräten, Wäsche, Abfall und Reinigungsmitteln. |
| Wartebereiche | Angemessene Aufenthaltsflächen mit guter Orientierung, Sitzmöglichkeiten und Schutz der Privatsphäre. |
| Verkehrsflächen | Sichere Bewegung von Patienten, Personal, Besuchern, Betten, Rollstühlen und Materialtransporten. |
Sicherstellung von Patientenzugang und Versorgungskontinuität: Aspekte des Patientenzugangs
Geänderte Eingänge, Wege oder Standorte können schnell zu Unsicherheit führen. Daher muss die Patientenführung frühzeitig geplant und klar kommuniziert werden.
Wichtige Maßnahmen sind:
Festlegung temporärer Ein- und Ausgänge mit eindeutiger Beschilderung.
Einrichtung verständlicher Leitsysteme für Patienten, Besucher und externe Dienstleister.
Sicherstellung barrierefreier Wege für mobilitätseingeschränkte Personen.
Erhalt von Rettungsdienstzufahrten, Notfallwegen und Fluchtwegen.
Abstimmung von Patientenströmen, um Konflikte mit Baustellenverkehr oder Logistikwegen zu vermeiden.
Anforderungen an die Versorgungskontinuität
Die medizinische Versorgung darf durch Ausweichflächen nicht isoliert oder erschwert werden. Schnittstellen müssen aktiv gesteuert werden.
Erforderlich sind:
Erhalt sicherer Patientenpfade von Aufnahme bis Entlassung.
Koordination zwischen verlagerten und nicht verlagerten Abteilungen.
Kontinuität von Diagnostik, Behandlung, Pflege, Dokumentation und Transport.
Verfügbarkeit von Patientenakten, IT-Systemen, Telefonie und Alarmierung.
Klare Eskalationswege bei Verzögerungen, technischen Störungen oder Kapazitätsengpässen.
Rolle des Verlagerungsmanagements
Das Verlagerungsmanagement organisiert die sichere und kontrollierte Verlegung von Leistungen, Personal, Geräten, Material und Betriebsfunktionen. Es verbindet technische Planung, klinische Anforderungen und logistische Umsetzung zu einem abgestimmten Ablauf.
Hauptziele
Minimierung von Unterbrechungen der Patientenversorgung.
Sicherstellung sicherer und effizienter Übergänge.
Herstellung der Betriebsbereitschaft vor der Nutzung neuer oder temporärer Bereiche.
Reduzierung von Risiken durch Planung, Tests und klare Verantwortlichkeiten.
Schutz sensibler Geräte, Daten, Medikamente und Patienteninformationen während des Umzugs.
Planungsrahmen für Verlagerungen: Planungskomponenten
| Komponente | Beschreibung |
|---|---|
| Umfangsdefinition | Festlegung, welche Abteilungen, Funktionen, Geräte, Möbel, Akten, Materialien und IT-Systeme verlagert werden. |
| Terminplanung | Zeitliche Abstimmung der Umzüge mit Bauablauf, Betriebszeiten, Patientenaufkommen und Personalverfügbarkeit. |
| Ressourcenplanung | Planung von Personal, Transportmitteln, Umzugsdienstleistungen, Verpackungsmaterial, Technik und Sicherheitsunterstützung. |
| Risikobewertung | Identifikation möglicher Risiken wie Geräteausfall, Versorgungsunterbrechung, fehlende Beschilderung oder unklare Zuständigkeiten. |
| Bereitschaftsprüfung | Prüfung der Fläche, Infrastruktur, Reinigung, IT, Sicherheit und betrieblichen Nutzbarkeit vor Belegung. |
Stakeholder-Koordination
Eine Verlagerung kann nur erfolgreich sein, wenn alle betroffenen Bereiche frühzeitig eingebunden werden. Das Facility Management übernimmt dabei eine koordinierende Rolle.
Einzubeziehen sind:
Klinische Fachabteilungen und Pflegebereiche.
Facility-Management-Teams, Technik, Reinigung, Sicherheit und Logistik.
Projektleitung, Bauleitung und externe Auftragnehmer.
IT, Medizintechnik und Kommunikationstechnik.
Krankenhausleitung, Verwaltung und Qualitätsmanagement.
Phasenweise Verlagerungsstrategien: Verlagerungsansätze
| Strategie | Anwendung |
|---|---|
| Sequentielle Verlagerung | Abteilungen oder Funktionen werden nacheinander verlegt, um Risiken und Betriebsunterbrechungen zu begrenzen. |
| Bereichsbezogene Verlagerung | Verlagerung nach Gebäude, Etage, Station oder Funktionsbereich. |
| Funktionale Verlagerung | Zusammenhängende Dienste werden gemeinsam verlegt, damit Arbeitsbeziehungen und Schnittstellen erhalten bleiben. |
| Auslagerung und Rückbezug | Temporäre Verlagerung während der Sanierung mit anschließendem Rückzug in die erneuerte Fläche. |
Umsetzungsaspekte
Bei der Auswahl der Strategie müssen betriebliche Abhängigkeiten und Projektrisiken bewertet werden.
Zu berücksichtigen sind:
Abhängigkeiten zwischen Diagnostik, Behandlung, Pflege, Logistik und Verwaltung.
Bauzeiten, Sperrungen, Lärm-, Staub- und Sicherheitszonen.
Priorität kritischer Leistungen wie Notfallversorgung, Intensivbereiche oder zentrale Diagnostik.
Verfügbarkeit von Personal, Transportwegen, Umzugsressourcen und technischer Unterstützung.
Möglichkeiten für Testbetrieb, Probebegehung und schrittweise Inbetriebnahme.
Patientenbewegung
Patientenbewegungen müssen besonders sorgfältig geplant werden, da Sicherheit, Würde und Versorgungskontinuität unmittelbar betroffen sind.
Wichtige Maßnahmen sind:
Koordination von Transfers mit Pflege, ärztlichem Dienst, Transportdienst und Aufnahmebereichen.
Sicherstellung, dass Behandlungspläne, Medikationen und Überwachungsanforderungen während des Transfers verfügbar bleiben.
Überwachung der Patientensicherheit während der Bewegung, insbesondere bei vulnerablen oder intensivpflichtigen Patienten.
Information von Patienten und Angehörigen über neue Standorte, Wege und Ansprechpartner.
Bereitstellung geeigneter Transportmittel, Begleitpersonen und Notfalloptionen.
Personalbewegung
Mitarbeitende benötigen klare Informationen und eine arbeitsfähige Umgebung, bevor neue oder temporäre Bereiche genutzt werden.
Zu planen sind:
Zuweisung neuer Arbeitsplätze, Funktionsräume und Aufenthaltsbereiche.
Orientierung in temporären Standorten, einschließlich Wege, Notausgänge, Lagerorte und Meldewege.
Anpassung von Arbeitsabläufen, Schichtorganisation und Kommunikationswegen.
Unterstützung der Betriebsbereitschaft durch Checklisten, Schulungen und Ansprechpartner.
Rückmeldungsmöglichkeiten für Mitarbeitende nach Inbetriebnahme.
Gerätebewegung
Medizinische und technische Geräte müssen vollständig erfasst, geschützt, transportiert und geprüft werden.
Erforderlich sind:
Bestandsaufnahme aller zu verlagernden Geräte, einschließlich Zubehör, Seriennummern und Verantwortlichkeiten.
Planung von Transport, Verpackung, Zwischenlagerung, Aufstellung und Anschluss.
Funktionstests, Kalibrierung und Freigabe vor klinischer Nutzung.
Schutz empfindlicher Geräte vor Erschütterung, Feuchtigkeit, Staub, Temperaturabweichung und unbefugtem Zugriff.
Dokumentation des Standortwechsels und Aktualisierung von Wartungs- und Inventardaten.
Kommunikation und Change Management: Kommunikationsziele
Kommunikation ist ein zentrales Steuerungsinstrument im Verlagerungsprozess. Sie reduziert Unsicherheit, verhindert Fehlwege und unterstützt die Betriebsbereitschaft.
Ziele sind:
Information aller Stakeholder über bevorstehende Änderungen.
Unterstützung der organisatorischen und betrieblichen Vorbereitung.
Reduzierung von Verwirrung, Verzögerungen und Fehlkommunikation.
Förderung der Akzeptanz bei Mitarbeitenden, Patienten und Besuchern.
Sicherstellung einheitlicher Aussagen durch Führungskräfte und zentrale Ansprechstellen.
Kommunikationsrahmen
| Stakeholder-Gruppe | Kommunikationsschwerpunkt |
|---|---|
| Patienten und Besucher | Geänderte Zugänge, neue Standorte, Wegeführung, Parken, Besuchsregelungen und Ansprechpartner. |
| Klinisches Personal | Neue Arbeitsabläufe, Raumbelegung, Geräteverfügbarkeit, Notfallwege und Eskalationsprozesse. |
| Supportdienste | Logistik, Reinigung, Sicherheit, Abfallentsorgung, Speisenversorgung, Technik und Lieferwege. |
| Leitungsebene | Projektstatus, betriebliche Auswirkungen, Risiken, Entscheidungen und Freigaben. |
Change-Management-Aktivitäten
Ein geplanter Umzug verändert Routinen. Daher müssen Mitarbeitende und betroffene Nutzer aktiv begleitet werden.
Wichtige Aktivitäten sind:
Frühzeitige Einbindung relevanter Stakeholder in Planung und Begehungen.
Einweisung und Schulung von Mitarbeitenden vor Inbetriebnahme.
Bereitstellung von Lageplänen, Checklisten, Kontaktlisten und Betriebsanweisungen.
Unterstützung während der ersten Betriebstage durch Facility Management, IT, Medizintechnik und Logistik.
Nachbesprechung nach der Verlagerung zur Erfassung von Problemen und Verbesserungsmaßnahmen.
Minderung betrieblicher Risiken: Bereiche des Risikomanagements
| Risikokategorie | Mögliche Auswirkung |
|---|---|
| Betriebsunterbrechung | Eingeschränkte Verfügbarkeit von Gesundheitsleistungen, längere Wartezeiten oder verschobene Termine. |
| Patientensicherheit | Verzögerte Behandlung, Fehlleitung von Patienten, unklare Zuständigkeiten oder klinische Zwischenfälle. |
| Versorgungsunterbrechungen | Ausfall von Strom, Wasser, IT, medizinischen Gasen, Lüftung oder Kommunikation. |
| Geräteausfall | Stillstand von Diagnostik, Therapie oder unterstützenden Betriebsfunktionen. |
| Kommunikationslücken | Unsicherheit bei Patienten, Mitarbeitenden, Besuchern, Lieferanten und Einsatzkräften. |
Minderungsmaßnahmen
Betriebliche Risiken müssen vor, während und nach der Verlagerung aktiv kontrolliert werden.
Geeignete Maßnahmen sind:
Erstellung detaillierter Verlagerungs-, Belegungs- und Ablaufpläne.
Festlegung von Notfall- und Ausweichverfahren für kritische Funktionen.
Durchführung von Betriebsbereitschaftsprüfungen vor Freigabe der Flächen.
Laufende Überwachung während der Übergangsphase durch Facility Management und betroffene Fachbereiche.
Dokumentation von Störungen, Sofortmaßnahmen und offenen Punkten.
Bewertung der Leistung nach der Verlagerung, einschließlich Patientenzugang, Raumfunktion, technischer Stabilität und Nutzerfeedback.
