Isolationsbereiche funktionieren nur im Zusammenspiel von Raum, Technik und Organisation
Isolierzimmer und entsprechende Stationen sind auf der Microsite bereits im Kontext von Infektionskliniken beschrieben. Außerdem werden Druckverhältnisse auf mehreren Hygiene- und RLT-Seiten erwähnt. Eine eigenständige Betreiberseite, die Isolierzimmer, Schleusen und technische Druckhaltung aus FM-Sicht zusammenführt, fehlt jedoch.
Isolierzimmer und Druckzonen hygienisch sicher betreiben
Die erforderlichen Bedingungen hängen vom jeweiligen Schutzkonzept ab. Ein Zimmer zur Kontaktisolierung stellt andere technische Anforderungen als ein Bereich, in dem eine gerichtete Luftführung oder definierte Druckdifferenz erforderlich ist.
Facility Management darf deshalb nicht pauschal jedem „Isolierzimmer“ dieselben technischen Anforderungen zuordnen. Die jeweilige Nutzung und das hygienische Konzept bestimmen die Betriebsparameter.
Druckverhältnisse müssen tatsächlich wirksam sein
Die erforderlichen Bedingungen hängen vom jeweiligen Schutzkonzept ab. Ein Zimmer zur Kontaktisolierung stellt andere technische Anforderungen als ein Bereich, in dem eine gerichtete Luftführung oder definierte Druckdifferenz erforderlich ist.
Die jeweilige Nutzung und das hygienische Konzept bestimmen die Betriebsparameter.
Druckverhältnisse müssen tatsächlich wirksam sein
Wo definierte Druckverhältnisse vorgesehen sind, reicht ein Sollwert in der Gebäudeautomation nicht aus.
Türen, Fenster, Schleusen, Luftmengen und bauliche Undichtigkeiten können die reale Drucksituation beeinflussen.
Deshalb sollten Druckverhältnisse nicht nur als Messwert, sondern als Raumfunktion betrachtet werden.
Schleusen sind Teil des Systems
Vor- und Schleusenbereiche organisieren Personal-, Material- und Schutzkleidungsprozesse.
Ihre Funktion hängt unter anderem von:
Türsteuerung,
Raumlufttechnik,
Platzangebot,
Materialbereitstellung,
Reinigung,
Nutzungsdisziplin
ab. Technische Änderungen an Türen oder Lüftung können damit unmittelbar den hygienischen Ablauf beeinflussen.
Alarme benötigen eine klinische Bewertung
Eine Druckabweichung darf nicht lediglich als GLT-Störung erscheinen.
Der technische Alarm muss eine definierte Reaktionskette auslösen. Dabei kann erforderlich sein, Krankenhaushygiene oder Stationsleitung unmittelbar einzubeziehen.
Die entscheidende Frage lautet:
Kann der Raum weiter genutzt werden oder muss seine Nutzung eingeschränkt werden?
Diese Entscheidung sollte nicht improvisiert werden.
Wartungsarbeiten kontrollieren
Filterwechsel, Reparaturen an Luftleitungen, Türarbeiten oder Änderungen der Raumregelung können Isolationsfunktionen beeinflussen.
Solche Arbeiten sollten deshalb vor Beginn bewertet und nach Abschluss mit den relevanten Betriebsparametern überprüft werden.
Die bestehende Website fordert bereits besondere Abstimmung bei Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen in sensiblen Bereichen.
Flexible Isolationskapazität mitdenken
Kliniken benötigen unter Umständen kurzfristig zusätzliche Isolationsmöglichkeiten.
Das Facility Management sollte daher wissen, welche Räume technisch geeignet sind oder mit welchen vorbereiteten Maßnahmen temporär anders genutzt werden können.
Vom Raum zum Betreiberprozess
Ein belastbares Managementsystem umfasst Raumkataster, Isolationsart, technische Sollwerte, Drucküberwachung, Tür- und Schleusenfunktion, Alarmierung und Freigabestatus.
Damit wird ein Isolierzimmer nicht lediglich als besonderes Patientenzimmer behandelt, sondern als technisch-hygienische Funktionseinheit, deren sichere Nutzung fortlaufend nachweisbar bleiben muss.