Die Krankenhauslandschaft befindet sich in einem Strukturwandel, in dem Leistungsgruppen, Spezialisierung, Ambulantisierung, Kooperation und Standortentwicklung die Immobilienbedarfe verändern. Die konkreten Ausprägungen der Reform sind politisch und rechtlich weiterhin in Bewegung; langfristige Masterpläne sollten deshalb szenariobasiert und anpassbar sein.
Das Immobilienportfolio unterstützt den Versorgungsauftrag mit funktionalen, anpassbaren und wirtschaftlich tragfähigen Standorten und Flächen.
Teilziele
Leistungsangebot und Standortstrategie werden in einen Immobilienmasterplan übersetzt. Flächen werden nach Patientengruppen, Prozessen und Kapazitätsbedarfen geplant. Klinische Adjazenzen, Wege und Logistikbeziehungen werden optimiert. Flächenreserven werden von ineffizientem Leerstand unterschieden. Barrierefreiheit, Orientierung, Privatheit und Aufenthaltsqualität werden berücksichtigt. Umnutzung, Erweiterung und Rückbau werden frühzeitig vorbereitet.
Bezug zum Patientendurchlauf
Grundrisse bestimmen Wege und Übergaben. Aufnahme, Diagnostik, OP, Aufwachraum, Intensivstation, Normalstation und Entlassung sollten nicht als isolierte Flächenprogramme geplant werden. Ein funktionales Layout reduziert Patiententransporte, Kreuzungen, Suchzeiten und unnötige Aufzugnutzung.
Für ambulante OP-Zentren, Tageskliniken und MVZ sind kurze Aufenthalte, hohe Taktung, separate Ein- und Ausschleusung sowie verlässliche Entlassprozesse besonders bedeutsam.