Der Hubschrauberlandeplatz ist Teil der zeitkritischen Versorgungskette
Bei Krankenhäusern mit luftgebundener Notfallversorgung ist der Hubschrauberlandeplatz keine isolierte Außenanlage. Seine Funktion ist unmittelbar mit Notaufnahme, Schockraum, Aufzügen, Wegen, Beleuchtung, Sicherheit und technischer Betriebsbereitschaft verbunden.
Die bestehende Microsite erwähnt Hubschrauberlandeplätze bereits im Zusammenhang mit Traumazentren, Zugangsregelungen und schnellen Wegen zum Schockraum. Eine eigenständige Betreiberseite fehlt bislang.
Luftrettung und klinische Versorgungswege integrieren
Jede technische oder bauliche Unterbrechung dieser Kette kann den vorgesehenen Ablauf verändern.
Technische Anlagen einsatzbereit halten
Je nach Ausführung gehören unterschiedliche technische Einrichtungen zum Landeplatz.
Relevant können insbesondere sein:
Beleuchtung,
Markierungen,
Entwässerung,
Stromversorgung,
Kommunikationssysteme,
Zugangstechnik,
Brand- und Sicherheitseinrichtungen.
Diese Anlagen benötigen klar zugeordnete Inspektions-, Wartungs- und Störungsprozesse.
Aufzüge und Verkehrswege besonders bewerten
Befindet sich der Landeplatz auf einem Dach, kann ein Aufzug Teil der kritischen Rettungskette sein.
Dann ist nicht nur seine allgemeine Verfügbarkeit relevant. Auch Störung, Wartung und Ersatzweg müssen im Zusammenhang mit der Notfalllogistik bewertet werden.
Ein geplanter Aufzugsausfall kann deshalb Abstimmungen mit Notaufnahme und Rettungsorganisation erforderlich machen.
Sicherheit und Zutritt steuern
Landeplätze müssen gegen unkontrollierten Zutritt geschützt werden.
Gleichzeitig darf die Zugangssicherung die Rettungskette nicht verzögern.
Zutrittskontrolle, Türen, Tore und gegebenenfalls Aufzugsteuerungen müssen deshalb auf die besondere Nutzung abgestimmt sein.
Witterung und Außenbetrieb berücksichtigen
Da ein Landeplatz unmittelbar der Witterung ausgesetzt ist, spielen Schnee, Eis, Starkregen, Sturm und technische Verschmutzungen eine besondere Rolle.
Kontrollen müssen an Wetterereignisse angepasst werden. Winterdienst beziehungsweise Räumung können andere Prioritäten benötigen als bei allgemeinen Verkehrsflächen des Krankenhauses.
Baustellen und Sperrungen vorbereiten
Baumaßnahmen auf Dächern, Fassaden oder angrenzenden technischen Bereichen können den Flugbetrieb beziehungsweise die Rettungslogistik beeinflussen.
Solche Arbeiten benötigen deshalb frühzeitige Schnittstellenprüfung und gegebenenfalls abgestimmte Sperr- und Ersatzkonzepte.
Rettungslogistik als Gesamtprozess managen
Ein hochwertiges FM-Konzept führt Landeplatz, Zugang, Aufzug, Transportweg und Schockraumübergabe in einer gemeinsamen Kritikalitätsbetrachtung zusammen.
Damit verschiebt sich die Perspektive vom technischen Betrieb einer einzelnen Fläche auf die eigentliche Funktion: eine jederzeit verfügbare, sichere und möglichst unterbrechungsfreie Verbindung zwischen Luftrettung und klinischer Akutversorgung.